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Berichte - Konzerte und Gottesdienste

Die Evangelische Kantorei Ransbach-Baumbach - Hilgert und die Cappella Taboris

Klangvoll und intonationssicher – so füllten die Sängerinnen und Sänger der Evangelischen Kantorei Ransbach-Baumbach – Hilgert sowie die Instrumentalistinnen Monika Schlößer (Blockflöte), Uta Tiemann (Violine), Joachim Westphal (Trompete) und Susanne Schawaller (Orgel) der Cappella Taboris gemeinsam mit Pfarrer Carsten Schmitt und Dekanatskantor Jens Schawaller in mehrfacher Hinsicht die Musikkirche beim gut besuchten Musikalischen Abendgottesdienst des Monats September. In diesem meditativen Gottesdienst erklangen bei noch sommerlicher Atmosphäre in der lichtdurchfluteten Kirche vierstimmige Chorsätze der ökumenischen Kommunität Taizé mit eigens für diesen Anlass neu komponierten Instrumentaloberstimmen, die eine kontrastreiche und polyphone Struktur bilden, bei der die anwesenden Gäste zum Mitsingen eingeladen waren. Den Rahmen hierfür bildeten verschiedene Chorsätze des Beckerpsalters in den bekannten Vertonungen von Heinrich Schütz. Auch in diesem Musikalischen Abendgottesdienst waren die Verkündigung durch Wort und Musik wieder von einem harmonischen und kommunikativen Miteinander geprägt, was zum festen Konzept der Musikkirche gehört.

Die Evangelische Kantorei Ransbach-Baumbach – Hilgert am Sonntag Palmarum 2022

Mit der Evangelischen Kantorei Ransbach-Baumbach – Hilgert und der Cappella Taboris eröffnete die Musikkirche in einem aufwendigen Musikalischen Abendgottesdienst unter der liturgischen Leitung von Pfarrer Wolfgang Weik und der kirchenmusikalischen Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller am Sonntag Palmarum die diesjährige Karwoche.

Die geistlichen a-capella-Chorgesänge und Motetten „Im Garten leidet Christus Not“ von Joachim a Burgk, „Lobet den Herren, alle Heiden“ von Michael Praetorius und „Jesu Kreuz, Leiden und Pein“ von Adam Gumpelzhaimer stimmten die Gemeinde auf das Passionsgeschehen ein. Mit den Psalmliedern „Singet dem Herrn ein neues Lied“, „Freut euch des Herrn, ihr Christen all“ und „Ich will, so lang ich lebe“ von Heinrich Schütz sowie der polyphonen Motette „Sei Lob und Preis mit Ehren“ von Johann Sebastian Bach kam typische Kantoreiliteratur zur Aufführung.

Pfarrer Wolfgang Weik stellte Jesu Einzug in Jerusalem als Auftakt zur Karwoche in den Mittelpunkt des Gottesdienstes, in den die Gottesdienstgemeinde zu einer Prozessionsmusik feierlich in die Musikkirche einzog. Begleitet wurde die Kantorei von Lydia Neumann (Sopranblockflöte) sowie einer Continuo-Gruppe mit Susanne Schawaller am Orgelpositiv und Isabel Müller-Hornbach, Violone. Die vielfältigen Gemeindegesänge wurden durch die Cappella Taboris in ihrer instrumentalen Besetzung mit eigens für diesen Anlass komponierten polyphonen Sätzen für drei konzertierende Solostimmen und Orgel – hier traten Monika Schlößer (Altblockflöte) und Dr. Dirk Schawaller (Viola da braccia) hinzu – lebendig und kontrastreich begleitet. Beide Ensembles traten so in einen erfrischenden musikalischen Dialog mit künstlerisch lebendigen Begegnungen.

Die Adventskonzerte 2021 der EKRBH

Ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht waren die beiden Adventskonzerte der Musikkirche mit der Evangelischen Kantorei Ransbach-Baumbach – Hilgert unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller: Nach einer herzlichen Begrüßung von Pfarrer Wolfgang Weik eröffneten die Sängerinnen und Sänger der Evangelischen Kantorei mit einer frischen Choralbearbeitung über Georg Friedrich Händels (1685 – 1759) Satz zu "Tochter Zion" mit zwei Oberstimmen und Pauken gemeinsam mit dem Orchester der Musikkirche die beiden Konzertabende. Im Instrumentalensemble wirkten Jenna Schmidt und Kim Cimander (Violine), Anne-Rose Selbach und Karin Weil (Viola da braccia), Nina van Someren (Violoncello), Gudula Marxsen (Kontrabass), Monika Schlößer und Hildegard Sthamer (Blockflöte), Joachim Westphal (Pauken) sowie Susanne Schawaller (Orgel). Dem bekannten Adventslied folgte die Adventskantate „Nun komm, der Heiden Heiland“ für vierstimmigen Chor, Vokalsolisten, Streicher und Generalbass von Georg Philipp Telemann (1681 – 1767). Nach diesem extrovertierten Werk erklang von Johann Theile (1646 – 1724) das eher in sich gekehrte und sehr kammermusikalische Werk „Nun, ich singe, Gott, ich knie“ für vierstimmigen Chor mit Streichern und Generalbass, die der Kleinchor der Evangelischen Kantorei zart und fein musizierte. In einer prächtigen Magnificatvertonung von Dietrich Buxtehude (1637 – 1707) kam eine höchst kontrastreiche Kantate für fünfstimmigen Chor und Orchester zur Aufführung, in der sich ein beschwingtes Ritornell, konzertierende Vokalsoli und prächtige Tuttisätze kontrastierend gegenüberstehen, die der Kleinchor überzeugend darzustellen wusste. Ein Genuss frühbarocker Musik war die Komposition „Also hat Gott die Welt geliebt“ von Heinrich Schütz (1585 – 1672), die als Motette aus der bekannten Sammlung „Geistliche Chormusik 1648“, op. 11 Nr. 12 für fünfstimmigen Chor in instrumentaler Besetzung zur Aufführung kam und die Kirche regelrecht ins Schwingen brachte. Mit der Weihnachtskantate für vierstimmigen Chor mit Streichern und Generalbass „Das neugeborne Kindelein“ von Dietrich Buxtehude (1637 – 1707) sang die Evangelische Kantorei mit viel Verve eine Komposition, in der sich die vokale und instrumentale Ebene konzertierend zu einem hinreißenden Klangfest vereinen. Mit Johann Crügers (1598 – 1662) Choralsatz mit zwei Oberstimmen und Pauken "Fröhlich soll mein Herze springen" aus der Praxis Pietatis Melica, 1653 klangen die beiden Adventskonzerte in der Musikkirche aus, die die dankbaren Gäste mit fröhlichem Applaus beschlossen.

Das große Dankkonzert der EKRBH im September 2021

Mit einem großen Dankkonzert starteten die Evangelische Kantorei Ransbach-Baumbach – Hilgert, die Cappella Taboris sowie ein Kantatenorchester unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller in einen neuen Zeitabschnitt der Kirchenmusik in der Evangelischen Kirchengemeinde Ransbach-Baumbach – Hilgert. Ferner feierten die Musikerinnen und Musiker mit dem aufwendigen Chor- und Orchesterkonzert die Musikkirche als denjenigen neuen Ort, an dem Chöre, einzelne Musikerinnen und Musiker sowie Ensembles des Dekanatskantorats Süd im Dekanat Westerwald Kirchenmusik betreiben.

Mit Pfarrer Wolfgang Weik und dem Kirchenvorstand hat die Gemeindeleitung eine neuartige und kreative Basis für die Kirchenmusik geschaffen: Heimat dieses Wirkens ist die Evangelische Kirche in Ransbach-Baumbach, aber auch alle Aktivitäten der Gruppen unter der Leitung von Jens Schawaller innerhalb und außerhalb der Ransbacher Kirche werden als Musikkirche bezeichnet, so dass die Musikkirche in anderen Gemeinden zu Gast sein kann.

Eröffnet wurde das Konzert mit unterschiedlichen Kompositionen von Heinrich Schütz (1585 - 1672), der als Vater der deutschen Kirchenmusik gilt. Nach einer Choralbearbeitung für vierstimmigen Chor mit Orchester und Pauken über Psalm 96 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ schlossen sich die Motette „Verbum caro factum est“ aus der bekannten Sammlung „Kleine Geistliche Konzerte II“, op. 9, Nr. 9 für Sopran, gesungen von Angelika Wies, und Blockflöte, gespielt von Monika Schlößer, mit Isabel Müller-Hornbach am Violoncello sowie Susanne Schawaller an der Truhenorgel, sowie Psalm 119 „Wohl denen, die da wandeln“ für vierstimmigen Chor a capella an. Mit dem Konzert in d-Moll für Blockflöte, Violine, gestrichen von Jens Schawaller, und Basso continuo von Domenico Natale Sarro (1679 - 1744) erklang eine zugleich filigrane wie bewegliche Kammermusik, die von ebenso furiosen wie introvertierten Charakteren geprägt ist. Aus der Feder von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) stammt der Kantatensatz „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ für vierstimmigen Chor und Orchester, der einen klanglichen und strukturellen Gegensatz dazu bildete.

Hier musizierten im Kantatenorchester zu den bereits genannten Musikerinnen die bewährten Streicherinnen Kim Cimander und Theresa Oster als Violinistinnen, Anne-Rose Selbach als Bratschistin sowie Gudula Marxsen als Kontrabassistin. Eine weitere Motette von Heinrich Schütz, „Habe deine Lust an dem Herren“ aus der Sammlung „Kleine Geistliche Konzerte II“, op. 9, Nr. 6 für Sopran und Blockflöte mit Bass continuo, schlug den stilistischen Bogen wieder zum Anfang. Das musikalische Filetstück für die Kantorei bildete die Kantate „Alles, was ihr tut“ für vierstimmigen Chor und Orchester, ergänzt durch Monika Schlößer als Bratschistin, von Dietrich Buxtehude (1637 - 1707), die barocke Formenvielfalt und Klangpracht in der Musikkirche entwickelte. Beschlossen wurde das prächtige Dankkonzert durch eine Choralbearbeitung über Karl Friedrich Schulz´ (1784-1850) Choralsatz „Danket dem Herrn“ für vierstimmigen Chor mit Orchester und Pauken, gespielt von Joachim Westphal, aus der Feder von Dekanatskantor Jens Schawaller. Die anwesenden Gäste dankten allen beteiligten Musikerinnen und Musikern mit einem langandauernden und donnernden Applaus für das Eröffnungskonzert der Musikkirche.

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